Martin Rhonheimer
Verwandlung der Welt
Zur Aktualität des Opus Dei
174 Seiten, gebunden, 16 €
ISBN 3 937626 04 2

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Martin Rhonheimer wurde 1950 in Zürich geboren. An der dortigen Universität studierte er Geschichte, Philosophie und politische Wissenschaft. Er promovierte bei Hermann Lübbe, dessen Assistent er von 1972-1978 war. Seit 1974 gehört er dem Opus Dei an. Nach dem Studium der Theologie in Rom wurde er 1983 von Johannes Paul II. zum Priester geweiht. Seit 1990 lehrt er als Professor für Ethik und politische Philosophie an der Philosophischen Fakultät der Päpstlichen Universität Santa Croce in Rom und widmet sich zusätzlich zu seiner akademischen und publizistischen Arbeit pastoralen Aufgaben im Rahmen des Opus Dei.

Neben zahlreichen Beiträgen in wissenschaftlichen Zeitschriften und Sammelbänden ist Martin Rhonheimer Autor mehrerer Bücher, die in verschiedene Sprachen übersetzt wurden: Politisierung und Legitimitätsentzug (Freiburg/München 1979), Familie und Selbstverwirklichung (Köln 1979), Natur als Grundlage der Moral (Innsbruck 1987), Praktische Vernunft und Vernünftigkeit der Praxis (Berlin 1994), Sexualität und Verantwortung (Wien 1995), La filosofia politica di Thomas Hobbes (Rom 1997), Etica della procreazione (Mailand-Rom 2000), Die Perspektive der Moral (Berlin 2001), Abtreibung und Lebensschutz (Paderborn 2003).

Daß der Opus Dei-Gründer, der heilige Josemaría Escrivá zu den Pionieren einer modernen, zukunftsweisenden Laienspiritualität gehört und darin ein Wegbereiter der Lehre des Zweiten Vatikanums über Auftrag und Aufgabe der Laien in der Welt von heute ist, stellt fast schon eine Binsenwahrheit dar. Das heißt aber nicht, sein geistliches Erbe wäre schon umfassend erschlossen; die Hebung dieses Schatzes hat gerade erst begonnen. Der aus der Schweiz stammende international renommierte Moralphilosoph Martin Rhonheimer liefert dazu originelle Beiträge und widmet sich bislang wenig beachteten Aspekten im Denken Escrivás. Der Autor versteht es, die Kernidee Escrivás von der Heiligung der Welt plausibel und gewinnend in ihrer Alltagswirksamkeit aufzubereiten. Rhonheimers Darstellung des auf Laien zugeschnittenen Lebensideals einer authentischen Heiligkeit inmitten der Welt trägt dazu bei, ein gewiß anspruchsvolles aber lebbares Modell christlicher Weltläufigkeit praxisnah zu vermitteln. Sein Buch „Verwandlung der Welt“ greift aber über diese Aspekte hinaus und arbeitet Grundpositionen Escrivás zu so fundamentalen Werten wie Gewissensfreiheit, Religionsfreiheit und religiöser Pluralismus heraus, deren Aktualität wir täglich hautnah spüren. Viel zu wenig ist man bisher so drängenden Fragen nachgegangen, wie denn Christen in einer durch und durch säkularisierten und pluralistischen Gesellschaft dem Sendungsauftrag Christi noch wirksam nachkommen können. Rhonheimer macht den Leser mit den Lösungsansätzen Escrivás vertraut, die jegliche Form von Intoleranz oder Diskriminierung verwerfen.