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Martin Rhonheimer |
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Martin Rhonheimer wurde 1950 in Zürich geboren. An der dortigen Universität
studierte er Geschichte, Philosophie und politische Wissenschaft. Er promovierte
bei Hermann Lübbe, dessen Assistent er von 1972-1978 war. Seit 1974 gehört
er dem Opus Dei an. Nach dem Studium der Theologie in Rom wurde er 1983
von Johannes Paul II. zum Priester geweiht. Seit 1990 lehrt er als Professor
für Ethik und politische Philosophie an der Philosophischen Fakultät der
Päpstlichen Universität Santa Croce in Rom und widmet sich zusätzlich
zu seiner akademischen und publizistischen Arbeit pastoralen Aufgaben
im Rahmen des Opus Dei. Daß der Opus Dei-Gründer, der heilige Josemaría Escrivá zu den Pionieren
einer modernen, zukunftsweisenden Laienspiritualität gehört und darin
ein Wegbereiter der Lehre des Zweiten Vatikanums über Auftrag und Aufgabe
der Laien in der Welt von heute ist, stellt fast schon eine Binsenwahrheit
dar. Das heißt aber nicht, sein geistliches Erbe wäre schon umfassend
erschlossen; die Hebung dieses Schatzes hat gerade erst begonnen. Der
aus der Schweiz stammende international renommierte Moralphilosoph Martin
Rhonheimer liefert dazu originelle Beiträge und widmet sich bislang wenig
beachteten Aspekten im Denken Escrivás. Der Autor versteht es, die Kernidee
Escrivás von der Heiligung der Welt plausibel und gewinnend in ihrer Alltagswirksamkeit
aufzubereiten. Rhonheimers Darstellung des auf Laien zugeschnittenen Lebensideals
einer authentischen Heiligkeit inmitten der Welt trägt dazu bei, ein gewiß
anspruchsvolles aber lebbares Modell christlicher Weltläufigkeit praxisnah
zu vermitteln. Sein Buch „Verwandlung der Welt“ greift aber über diese
Aspekte hinaus und arbeitet Grundpositionen Escrivás zu so fundamentalen
Werten wie Gewissensfreiheit, Religionsfreiheit und religiöser Pluralismus
heraus, deren Aktualität wir täglich hautnah spüren. Viel zu wenig ist
man bisher so drängenden Fragen nachgegangen, wie denn Christen in einer
durch und durch säkularisierten und pluralistischen Gesellschaft dem Sendungsauftrag
Christi noch wirksam nachkommen können. Rhonheimer macht den Leser mit
den Lösungsansätzen Escrivás vertraut, die jegliche Form von Intoleranz
oder Diskriminierung verwerfen. |